Kurz nach Erscheinen der letzten Ausgabe des Deutschen Münzen Magazins war der Beschluss der Bundesregierung, über den wir berichtet hatten, schon wieder Makulatur: Die Entscheidung, die Nennwerte der bisherigen 20-Euro-Silbermünzen auf 25 Euro zu erhöhen und die der Weihnachtsmünzen auf 35 Euro, erwies sich aufgrund der weiter galoppierenden Edelmetallpreise als zu kurz gesprungen.
Auch die geplanten neuen, höheren Nominale drohten bereits im Oktober von der Realität eingeholt zu werden. Außerdem war jetzt klar, dass die bereits weitgehend geprägten Auflagen der Weihnachtsmünze 2025 zu 25 Euro und die 20-Euro-Silbermünze zum 125-jährigen Jubiläum der Wuppertaler Schwebebahn nicht erscheinen können. Nun werden die Nominale auf 35 Euro (für die früheren 20-Euro-Silbermünzen) beziehungsweise 50 Euro (für die Weihnachtsmünzen aus Feinsilber) erhöht.
Und selbst diese noch massivere Anhebung der aufgeprägten Nennwerte ist noch immer besser, als wieder auf unedle Metalle zurückzugehen – wie die leidvollen Erfahrungen von vor 15 Jahren lehren. Nennwert-Erhöhungen sind für den Sammler und Anleger eher eine Frage der Liquidität. Ein größeres Risiko geht er damit nicht ein, denn der Staat garantiert auch bei fallenden Silberpreisen weiter für den aufgeprägten Nennwert.

Wolfgang Erzinger,
Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin
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