Nach den Wirren, ausgelöst durch den extremen Anstieg des Silberpreises ab Herbst 2025, scheint jetzt wieder etwas Ruhe und Ordnung ins aktuelle Gedenkmünzen-Ausgabeprogramm der Bundesrepublik Deutschland einzukehren. Mittlerweile wurden die nach hinten verlegten Ausgabetage der ehemaligen 20-Euro-Stücke und der – diesmal zwei – Weihnachtsmünzen festgesetzt (siehe Tabelle). Nicht mehr ins Programm 2026 geschafft hat es die ursprünglich für März geplante Münze „Elisabeth Schwarzhaupt“ aus der Serie „Prägende Frauen“. Sie wurde auf Januar 2027 verschoben.
Ab sofort werden alle deutschen Silbermünzen nicht nur in zwei Prägequalitäten hergestellt, sondern auch mit unterschiedlichen Spezifikationen. So wird die 35-Euro-Normalprägung in „Stempelglanz“, die von der Bundesbank zum Nominal in Umlauf gebracht wird, künftig 17 Gramm wiegen und aus Ag 500 (eine Legierung aus 500 Teilen Silber und 500 Teilen Kupfer) bestehen. Bei den mit Aufpreis verkauften Sammlerstücken in „Spiegelglanz“ dagegen bleibt es bei 925er Sterlingsilber und 18 Gramm. Für die Weihnachtsmünzen wurde der aufgeprägte Nennwert von 25 auf 50 Euro verdoppelt. Sie bestehen nun in Stempelglanz aus 625er Silber (21 Gramm) und in Spiegelglanz weiterhin aus 22 Gramm Feinsilber (Ag 999).
Man darf gespannt sein, wie sich die Terminverschiebungen und Preiserhöhungen auf die Nachfrage und Prägeauflagen auswirken werden.

Wolfgang Erzinger,
Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin
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