Zum 150-jährigen Jubiläum der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth ist für den 23. Juli eine Silbergedenkmünze geplant, die erstmals den neuen 35-Euro-Nennwert trägt und in zwei Spezifikationen erscheint.
Die Bayreuther Festspiele wurden 1876 von Richard Wagner ins Leben gerufen, um seine eigenen Werke in einem speziell dafür errichteten Festspielhaus aufzuführen. Es wurde von Wagner selbst entworfen und ist für seine außergewöhnliche Akustik bekannt. Dies war eine revolutionäre Idee, da es zuvor kaum Orte gab, die ausschließlich für die Aufführung eines bestimmten Komponisten konzipiert waren. Die Festspiele sind somit ein Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters und der Oper. Die alljährliche Premiere ist ein großes kulturelles und gesellschaftliches (Medien-) Ereignis, bei dem sich die politische und wirtschaftliche Prominenz auf dem roten Teppich ein Stelldichein gibt.
Das 150-jährige Jubiläum bietet die Gelegenheit, auf die Geschichte der Festspiele zurückzublicken. Es sind für 2026 spezielle Aufführungen und Inszenierungen geplant. So wird die 9. Sinfonie von Beethoven erklingen und erstmals und einmalig in der Geschichte der Festspiele Wagners Oper Rienzi auf dem Spielplan stehen. Das umfangreiche Jubiläumsprogramm wird zahlreiche zusätzliche Interessenten aus der ganzen Welt anziehen.
Numismatisch begleitet wird das Jubiläum durch die erste 35-Euro-Silbermünze der Bundesrepublik Deutschland. Wie angekündigt werden die Nachfolger der deutschen 20-Euro-Gedenkmünzen in zwei unterschiedlichen Legierungen ausgegeben: in 500er Silber mit 17 Gramm als Stempelglanz-Version, die zum Nennwert in Umlauf kommt, und in 18 Gramm Sterlingsilber 925/1000 in Spiegelglanz.
Siegermotiv von Ulrich Böhme
Das Motiv stammt von Ulrich Böhme aus Stuttgart, der den 1. Preis im Gestaltungswettbewerb belegte. Der siegreiche Entwurf, so die Jury, „verbindet im zentralen Münzbild das Porträt Richard Wagners in leichter Dreiviertel-Ansicht gekonnt mit einem Querschnitt des Festspielhauses auf dem ‚Grünen Hügel‘. Die handwerklich hervorragend herausgearbeitete Pro?lansicht greift auf die visionär blickende, ikonische Darstellung Wagners mit Samt-Barett zurück.“
2. Preis: Michael Otto
Platz 2 im Münzwettbewerb ging an Michael Otto aus dem hessischen Rodenbach, dessen Arbeit die Büste Richard Wagners mit der markanten Darstellung des Komponisten in den Vordergrund stellt. Im Hintergrund wird das Festspielhaus mit seiner prägenden Fassade gezeigt sowie ein stilisiertes Streichinstrument mit dem verknüpften Schriftzug und einer darunter drapierten Maske.
3. Preis: Patrick Niesel
Patrick Niesel aus Nürnberg bekam den 3. Preis für sein Gipsmodell mit einer angeschnittenen Profildarstellung Wagners, die rechts in eine feingliedrige Abbildung der Festspielhausfassade übergeht. Links sind drei Figuren zu sehen, die sinnbildlich für die Opern Wagners stehen. Die Randschrift lautet: „WAGNER BEGINNT, WENN BAYREUTH SPIELT“.
Spezifikationen: 150 Jahre Richard-Wagner-Festspiele Bayreuth, 2026, 35 Euro, Silber 500/1000, 17 g (Stempelglanz), Silber 925/1000, 18 g (Spiegelglanz, Auflage max. 63.000 Exemplare), Ø 32,5 mm, Prägestätte München (D). Die Stempelglanz-Auflage ist noch nicht veröffentlicht.

Die erste deutsche 35-Euro-Münze (Entwurf Ulrich Böhme) zeigt Richard Wagner und das Bayreuther Festspielhaus.
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