Im Rahmen der 50-Euro-Goldmünzenserie „Deutsches Handwerk“ steht 2026 das Thema „Gestaltung“ auf dem Programm – ein Aspekt, der die meisten handwerklichen Berufe mehr oder weniger stark prägt.
n Nach der Erstausgabe „Ernährung“ 2023 und den weiteren Themen „Mobilität“ (2024) und „Gesundheit“ (2025) sind nun die Kreativen unter den Handwerkern an der Reihe. Rund ein Drittel der über 130 Ausbildungsberufe im Handwerk gelten als „gestaltungsabhängig“. Dazu gehören – männliche und weibliche – Maler, Stuckateure oder Raumgestalter ebenso wie Tischler oder Instrumentenbauer, Goldschmiede, Friseure oder Konditoren und nahezu alle Bekleidungshandwerke. Natürlich steht handwerkliche Gestaltung vor allem in den Berufen im Vordergrund, bei denen Formgebung und Design ohnehin den Kern des Selbstverständnisses prägen – etwa Bildhauer, Fotografen oder Mediengestalter.
Denkmalpflege, Restaurierung, Kunsthandwerk, Kreativwirtschaft: Was die gestaltenden Handwerke verbindet, ist ihr Anspruch, Produkte und Leistungen so zu fertigen, dass sie über den Anwendungsnutzen hinaus auch einen Beitrag zur Lebensqualität und Lebenskultur erbringen. Dabei ist handwerkliche Gestaltung insgesamt geprägt vom gekonnten Zusammenspiel von Material, Funktionalität und Ästhetik. Mit seiner gestalterischen Leistung prägt das Handwerk ein Stück Alltagskultur unserer Gesellschaft.
1. Preis: Bastian Prillwitz
Der Siegerentwurf für die 50-Euro-Goldmünze „Gestaltung“ aus der Serie „Deutsches Handwerk“ stammt von Bastian Prillwitz aus Berlin, der mit einer Collage aus handwerklichen Produkten und Werkzeugen das Münzrund ausfüllt. Die Buchstaben der Aufschrift GESTALTUNG sind dabei in eine Struktur integriert, die an eine aus Würfeln bestehende Puzzlewand erinnert. Die Wettbewerbsjury lobt: „Die aufgelockerte Bildsprache vermittelt eine angenehme Leichtigkeit und referenziert auf den ästhetischen Anspruch. Die hohe Qualität des Entwurfes wird auch durch das unaufdringliche Zitat des ,Handwerksdaumens’ unterstützt.“
Die Konkurrenzentwürfe
Im Zentrum der Arbeit des zweitplatzierten Claudius Riedmiller aus Stuttgart steht ein Potpourri an Werkzeugen (wie Bleistift, Zirkel, Winkel), die sinnbildlich für die Gesamtheit der gestaltenden Handwerksberufe stehen. Das Preisgericht dazu: „Die kraftvoll herausmodellierten Gerätschaften werden durch eine Hand zusammengehalten, die zugleich das Symbol des sog. Handwerksdaumen bildet. Die Komposition wird von einer gefetteten, gesperrt gesetzten Typografie im Münzrand gerahmt und so zu einer Einheit umschlossen.“
Der 3. Preis im Designwettbewerb ging an Lorenz Crössmann aus Berlin. „Mit einer erfrischend unkonventionellen Aufteilung des Münzrunds“, so das Preisgericht, „präsentiert der Entwurf ausgewählte Produkte aus dem Bereich der gestaltenden Handwerke. Zugleich verweisen ikonische Zeichen auf den digitalen Aspekt der Gewerke, die somit in der Gegenwart verortet werden. Die in Kapitälchen gesetzte Aufschrift GESTALTUNG schiebt sich linksbündig ins Münzzentrum.“
Spezifikationen: Gestaltung (Serie „Deutsches Handwerk“), 2026, 50 Euro, Gold 999,9/1000, 7,78 g, Ø 22 mm, Stempelglanz, Riffelrand, Prägestätten A, D, F, G und J. Auflage: max. 33.100 Ex.

Bastian Prillwitz schuf das Motiv der neuen 50-Euro-Goldmünze 2026 aus der Serie "Deutsches Handwerk"
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